Gesamtsieg bei der Landesmeisterschaft – 2 x Gold, 3 x Silber und 3 x Bronze für den Crefelder Ruder-Club

Mit insgesamt 8 Medaillen für den Crefelder Ruder-Club gehen die Landesmeisterschaften an diesem Wochenende auf dem Elfrather See zu Ende. Mit einem souveränen Auftritt sicherte sich das Team des CRC den Titel im Frauen-Achter und im Junioren-Doppelzweier.

An diesem Wochenende hieß es wieder „Achtung! Los!“ auf dem Elfrather See in Krefeld. Der Nordrhein-Westfälische Ruderverband hat die Landesmeister des Jahres 2026 ermittelt. Bei traumhaften Wetterbedingungen konnten die zahlreichen Zuschauer insgesamt 564 Boote mit 1313 Athletinnen und Athleten aus 42 Vereinen in 69 Rennen bewundern. Der Crefelder Ruder-Club erruderte zwei Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen.

CRC-Frauen-Achter: Stf. Charlotte Gemein (vorne), Doris Siemer, Lena Giesing, Louisa Heinermann, Michelle Conrad, Lena Laska, Eva Wöstemeyer, Henriette te Neues, Pia Renner (vordere Reihe v.l.n.r.)

CRC-Frauen-Achter: Stf. Charlotte Gemein (vorne), Doris Siemer, Lena Giesing, Louisa Heinermann, Michelle Conrad, Lena Laska, Eva Wöstemeyer, Henriette te Neues, Pia Renner (vordere Reihe v.l.n.r.)

Im Frauenachter war die Mannschaft des Crefelder Ruder-Clubs mit Lena Giesing, Henriette te Neues, Louisa Heinermann, Pia Renner, Michelle Conrad, Lena Laska, Eva Wöstemeyer, Doris Siemer und Steuerfrau Charlotte Gemein nicht zu schlagen. Bereits am Start setze sich das Krefelder Boot an die Spitze des Feldes und baute seine Führung bis zur Ziellinie immer weiter bis auf über eine Bootslänge aus. „Wir haben eine sehr konzentrierte Leistung im Achter gesehen. Der Fokus auf das Rennen war voll da. Dass es am Ende so deutlich wird, hätte ich aber auch nicht gedacht. Ein riesiges Lob an die Mannschaft, dass sie das Rennen so konzentriert und fokussiert gefahren sind“ sagte CRC-Cheftrainer Markus Wöstemeyer nach dem Finale. Zuvor hatten te Neues, Renner, Giesing und Heinermann mit einer starken Leistung Silber im Frauen-Doppelvierer gewonnen. Mit jeweils einer Sekunde Abstand nach vorne und hinten musste sich das Krefelder Quartett dem Boot aus der Landeshauptstadt Düsseldorf geschlagen geben und konnte die Kölnerinnen auf den Bronze-Rang verweisen.

Junior-Doppelzweier: Jan Trupke, Matthias Hombergs (v.l.n.r.)

Junior-Doppelzweier: Jan Trupke, Matthias Hombergs (v.l.n.r.)

Besonders spannend ging es im Junior-Doppelzweier der Altersklasse U17 zu. Bereits im Vorlauf hatten es die CRC-Nachwuchssportler Matthias Hombergs und Jan Trupke mit einem Favoritenboot zu tun. Die Crux an der Sache: nur der Vorlaufsieger konnte in das Finale einziehen. 250m vor der Ziellinie lag das Krefelder Boot aussichtsreich mit einer Bootslänge vorne, bevor das Boot aus Essen mit den letzten Schlägen noch einen fulminanten Endspurt zündeten und den Vorsprung bis zur Ziellinie deutlich verkürzen konnten. Das reichte aber nicht mehr und letztendlich zogen das Boot des CRC souverän ins Finale ein. Mit der schnellsten Vorlaufzeit lag für das Finale die Favoritenrolle damit bei Hombergs und Trupke. Das wollte das Duo auch von Beginn an unter Beweis stellen. Hombergs und Trupke nahmen mit dem Start das Heft in die Hand und konnten sich zusammen mit dem Boot aus Neuss bereits bis zur 250m-Marke vom Rest des Feldes ein kleines Stück absetzen. Bis zur Streckenhälfte hatten die beiden Krefelder gegenüber den Jungs aus Neuss dann auch schon eine komfortable Bootslänge herausgerudert. Diesen Vorsprung brachten sie kontrolliert über die zweiten 500m bis ins Ziel. Damit war für Jan Trupke die Titelverteidigung in dieser Bootsklasse perfekt. Bereits im Vorjahr hatte Trupke den Doppelzweier-Sieg nach Krefeld geholt. Damals mit Jonathan Stöhr, der jetzt eine Altersklasse höher unterwegs ist. Bereits am Samstag konnte Trupke sich die Silbermedaille im Junior-Einer sichern und machte den Medaillensatz am Sonntag nach dem Zweier-Finale noch mit der Bronze-Medaille im Vierer mit Steuermann komplett. Gemeinsam mit Matthias Homberg, Caspar Zaum, Robin Hoppe und Steuermann Nick Hoevel, sicherte sich das Quartett in einem Herzschlagfinale Bronze – oder verlor Silber. Mit nur drei Zehnteln Rückstand, das sind ca 10 Zentimeter, musste sich das Boot des CRC den Mindenern geschlagen geben. Den Sieg erruderte das Boot aus Essen.

Auch für die Juniorinnen des CRC wurde es ein Medaillenreiches Wochenende. Im Juniorinnenachter holte die Mannschaft mit Annika Beißel, Carlotta Trupke, Maja Schönwitz, Lotte Schönwitz, Jana Birkle, Helena Beißel, Emilia Biernat, Adrianna Matuszewska und Steuerfrau Charlotte Gemein Bronze. Im Anschluss holten sich der Junioren und Juniorinnen Mixed-Achter die Silbermedaille in einem sehr starken Feld. Beißel, Trupke und die Schönwitz-Schwestern mussten sich zusammen mit ihren Männlichen Mitstreitern Julius Nolte, Maximilian Gemein, Jonathan Stoehr, Felix Schrader und Steuerfrau Emilia Biernat nur dem siegreichen Boot aus Minden geschlagen geben. Auch der jüngere Teil des Juniorinnen-Achters mit Birkle, Matuszewska, Beißel, Gemein und Steuerfrau Marie Schreinemacher erarbeitete sich noch eine weitere Teilnahme an einer Siegerehrung. Im Juniorinnen Vierer mit Steuerfrau holte die Mannschaft Bronze.

Im abschließenden Männer-Achter gab es keine Medaille für den heimischen Crefelder-Ruder-Club. Bis zur Streckenhälfte konnte das Team um Schlagmann Niklas Lebede im sechs-Boote-Feld noch mithalten hat dann aber den Anschluss an die Medaillenränge verpasst. „ Auf der ersten Streckenhälfte haben wir zu lange gebraucht, um in das Rennen zu finden. Da haben wir schlicht den Anschluss verpasst und waren in der entscheidenden Phase nicht aggressiv genug.“ Sagte Steuerfrau Mia Wegele selbstkritisch nach dem Rennen. So blieb am Ende nur der undankbare vierte Platz für die Männer vom Elfrather See.

Ehrung Gesamtwertung: Maximilian Rosetto (Vorstand NWRV), Markus Wöstemeyer (Cheftrainer CRC), Philip te Neues (Vorstand CRC), Wilhelm Hummels (Vorstand NWRV) v.l.n.r.

Ehrung Gesamtwertung: Maximilian Rosetto (Vorstand NWRV), Markus Wöstemeyer (Cheftrainer CRC), Philip te Neues (Vorstand CRC), Wilhelm Hummels (Vorstand NWRV) v.l.n.r.

CRC-Coach Wöstemeyer zieht ein positives Fazit der Landesmeisterschaft: „Wir hatten auch in diesem Jahr wieder sehr große Felder in allen Rennen und hochklassige Konkurrenz. Vielleicht noch stärker als in den letzten Jahren. Wir haben insgesamt weniger Medaillen als im Vorjahr gewonnen, aber eine gute Streuung der Medaillengewinne über alle Bootsklassen vom Einer bis zum Achter. Die Titelverteidigung in der Gesamtwertung der Landesmeisterschaft zeigt die Stärke der Teamleistung. Wir hatten ein paar Krankheitsausfälle, konnten diese aber kompensieren. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vor allem, weil wir auch in den jüngeren Altersklassen erfolgreich sind. Das macht Hoffnung für die Zukunft.“

Am kommenden Wochenende geht es dann in Essen-Kettwig weiter. Auf der aufgestauten Ruhr werden über eine Streckenlänge von 350m die Deutschen Sprintmeister ermittelt. In Kettwig findet die diesjährige Regattasaison dann mit der letzten Meisterschaft des Jahres ihr Ende. Der Crefelder Ruder-Club wird auch zu dieser Meisterschaft mit einer großen Mannschaft anreisen und dann auf nationalem Niveau um Medaillen kämpfen.

Markus Wöstemeyer

(Crefelder Ruder-Club)

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